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Aktuelle Einreichungen

Málaga

Anna Hackl, 22, Wien

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Málaga Mitten im Meeting brummt mein Handy. Sicher Rose, die was vergessen hat. Ich drücke auf den Seitenknopf. Liebe Marla, gerade kam Apologize im Radio und ich musste an dich denken. Bist du noch in Wien? XOXO Elise Ich drücke nochmal auf die Seitentaste, der Bildschirm wird schwarz. „Frau Kopnits?“ Leon sieht mich durchdringend an. Hinter ihm steht Besser Wohnen Morgen auf der PowerPoint. Acht Augenpaare auf mir. „Ich finde nicht, dass das überzeugend klingt, ehrlich gesagt.“ „Das ist schön, dass sie uns das so konstruktiv mitteilen.“ Ach, Leon. „Ich finde einfach, dass diese kurzen Slogans nicht unsere Identity widerspiegeln, Herr Haas.“ „Und was ist Ihr Vorschlag?“ „Etwas Wärmeres. Etwas Längeres. Mit uns auch morgen sicher wohnen, oder etwas in die Richtung.“ Nicken von Zimmer, Czerkovic und Kelis. „Notieren Sie das, Herr Haas.“ Czerkovic mit dieser tiefen Stimme, diesem wilden tschechischen Akzent. Wieder Nicken. Auch Leon nickt und kneift die Augen zusammen dabei. Er schreibt etwas auf, dann redet er weiter. Ich drücke wieder auf die Seitentaste. Es kann nicht sein. und ich musste an dich denken ich musste an dich denken Élise musste an mich denken. Wegen Apologize. Warum genau jetzt? Warum nach sieben, nein, acht Jahren? War in ihren acht Jahren noch nie Apologize im Radio gelaufen? XOXO Elise Sie schreibt ihren Namen nicht mehr mit Akzent. Früher hat sie das gemacht. Mein Name soll ein Aufwand sein, ein Aufwand, der Grenzidentitäten widerspiegelt, hat sie gesagt an dem ersten Tag an der Austausch-Uni, und: Élise, wie die Muse von Bach. Dabei hat sie mich ernst angesehen. Man weiß es nicht, habe ich gesagt, also man ist sich nicht sicher, vielleicht hat Bach nur schlecht geschrieben und hat eigentlich Therese gemeint. Und Élise mit dem Akzent auf dem É hat gelächelt, mir die Hand hingehalten und gefragt: Und du, wer bist du? Zimmer schaut auf seine Uhr und räuspert sich: „Ich muss zum nächsten Meeting. Danke, Herr Haas. Das mit der Zeit müssen Sie noch optimieren.“ Leon nickt und blinzelt dreimal. Alle stehen auf, Zimmer, Kelis und Czerkovic. Ich sammle alles vor mir ein, Handy, Block, Notebook, und stehe auch auf. „Fuck, Marla, was sollte das?“ „Ach komm schon, Leon. Nur, weil der kacke war, der Slogan, ist doch egal. Lass Mittagessen gehen nachher, ich lad dich ein, ja?“ „Bis halb hab‘ ich Konferenz.“ Er sieht versöhnt aus. In meinem Office esse ich eine Erdbeere, die Rose mir hingestellt hat. Eine einzige Erdbeere. Wer macht denn so was. - „Was war vorher mit dir?“ „Wie, was war mit mir?“ Ich beiße in das Chia-Rucola-Sandwich, das nach gar nichts schmeckt. Leon kaut mit halboffenem Mund an einer Karotten-Hirse-Quiche mit irgendwelchen Nüssen drauf. Wenn wir nicht an Überstunden sterben, dann an dieser Healthy-Öko-Scheiße hier. „Bevor du mich runtergemacht hast, da war irgendwas.“ „So ein Quatsch.“ „Wenn du meinst. Du kannst lügen, wie du willst, Marla, ich kenn‘ dich.“ „Nein, Mann, alles klar, mir gehen nur alle auf die Nerven.“ „Vor allem der Zimmer, oder?“ Leon hält inne und schaut mit gerecktem Kinn in die Luft. „Herr Haas, leisten Sie mehr, Herr Haas, optimieren Sie die Zeit, Herr Haas, wieso haben Sie keine Familie, Herr Haas, Hobbies sind etwas für Kinder.“ Ich muss lachen. Chia fliegt durch die Luft. - Zuhause reiße ich eine Packung Salzstangen auf, während ich mir den zweiten Schuh abstreife. ich musste an dich denken Was soll man darauf antworten? Auf jeden Fall etwas. Irgendetwas. Liebe Elise. Nein, nicht liebe. Das klingt, als würde ich bald sterben. Hey. Besser. Ich tippe weiter. Hey. Schön, von dir zu hören! Nein, ich bin nicht mehr in Wien, bin jetzt in Berlin. Und du so? Man darf sich nicht lange mit sich selbst aufhalten. Ich drücke auf Senden. Ich klappe den Laptop auf. Dreißig unbeantwortete Mails. Mama fragt, ob ich noch lebe. Eine Firma will, dass ich eine Million mit Diamanten verdiene. Kelis schickt einen Haufen Klauseln. Ich öffne Facebook. Elise Luise, so heißt sie immer noch. Ich wollte nicht nach Spanien eigentlich, hat sie gesagt, und: Eigentlich wollte ich ja weit weg, aber das Geld war leer. Ständig hat es solche verdrehten Sachen gesagt, das große Mädchen aus dem Elsass. Ich habe nicht nachgefragt, wohin sie denn eigentlich wollte. Was weit weg für sie war. Ich habe sie reden lassen. Ich studiere Wirtschaft, damit nicht nur Arschlöcher nachher ansagen, was passieren soll, hat sie gesagt und tinto de verano getrunken, und ich habe geschwiegen. Mein Exfreund hat die Beziehung beendet, weil er eifersüchtig ist auf Spanier, hat sie gesagt und an mir vorbeigeschaut. Ihr Facebook-Profil ist nutzlos. Ich scrolle, klicke auf Bilder, dann auf Infos. Ein Link zu einer Instagram-Seite. Ich klicke mich durch die Bilder. Essen wie heute Mittag, nur passend mit Strand im Hintergrund, und durchtrainierten Menschen. Und dann sie, auf einem Boot, ein Tuch um die Hüften gebunden, der Blick leicht über die Kamera. Fuck. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn sowieso nicht mit Spaniern betrügen würde, sondern wenn überhaupt mit Spanierinnen, hat sie gesagt und ich habe uns mehr Wein eingeschenkt und blind auf das Meer von Málaga geschaut. Sie trägt ein Baby auf einem Instagram-Foto. Ist sie Mutter? Ich esse drei Salzstangen auf einmal und muss husten. Ich drücke auf die Handy-Seitentaste. Null neue Nachrichten. Es ist zwei Uhr, als ich mich endlich hinlege. Ich kneife in meine Oberschenkel und schubse das Bindegewebe hin und her. Vielleicht hat sie sich vertan mit der SMS. Ich träume von Fischen. Von hässlichen Fischen, die den Meeresboden abgrasen und nichts finden. - Am nächsten Morgen ist Mittwoch. Als ich den Wecker zur Seite wische, sehe ich die Nachricht. Marla, ich freu mich! Ich komme zufällig nach Berlin am Wochenende für ein Filmfestival, sehen wir uns? XOXO Ein Schweißtropfen rollt meine Achsel runter. Dieses Wochenende. In vier Tagen. Ich lese die Nachricht dreißigmal, bevor ich antworte. Ja, gerne. Samstagmorgen Brunch? Morgens hat man die Welt unter Kontrolle. Ich konzentriere mich auf meine Atmung. Ein und aus. Ich bin nicht die Mitte der Erde. Ich bin ein kleines Teilchen im Nichts. Die Antwort kommt, während ich mir die Strumpfhose anziehe. Super! XOXO Hoffentlich spricht sie es in ihrem Kopf Süpäääär aus. Hoffentlich hat sie das nicht auch geändert. Die nächsten Tage unterscheiden sich nur durch die Farbe der Blusen. Die Nächte springen zwischen Tiefschlaf und den Fischträumen hin und her. Freitagabend gehe ich früh ins Bett. - Ich sehe sie schon am Tischchen sitzen, hinter ihr ein Haufen Leute. Ich bereue es, dieses Hipster-Café ausgesucht zu haben. Alle Blicke auf mir, als ich auf sie zusteuere. Ich kann sie sehen, die Blicke, kann die Gedanken hören: Die gehören zusammen? Ich lächle. Élise sieht aus wie auf den Fotos, braungebrannt und durchtrainiert. Sie sieht mich erst, als ich vor ihr stehe. „Marla“, ruft sie laut und hell. Ich lächle weiter. Sie steht auf und nimmt mich in den Arm. Fuck, ist sie dünn. „So schön“, sagt sie und strahlt dabei und ihr Akzent klingt nicht mehr französisch, sondern englisch irgendwie. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. „Ja, verdammt“, sage ich und lächle weiter. Sie zieht mich neben sich auf ein Bänkchen und legt ihren Arm um mich. Sie riecht noch nach diesem Deo, Dove, wie früher. Auch, wenn ich Tauben eigentlich super scheiße finde, aber das riecht nach Seife, so, wie Seife riechen soll, hat sie gesagt. „Marla, du siehst echt schick aus!“ „Danke, du siehst auch richtig gut aus. Sportlich, Mensch.“ Sie lacht wieder und löst ihre Haare. Wenn sie nicht so viel Schminke trüge, sähe sie jetzt aus wie vor acht Jahren. Vielleicht denkt sie das Gleiche von mir. „Was ist das für ein Festival?“ „Seit wann bist du denn in Berlin?“ „Glückwunsch.“ „Super!“ Sie sagt super, nicht süpäääär. Aber ihr Arm und das Dove-Deo sind noch um mich gelegt. „Was ist eigentlich aus diesem Italiener geworden, weißt du das?“ „Die Zeit rennt, weißt du? Manchmal habe ich Angst, ich sterbe morgen und merke es nicht einmal.“ Immer mehr wird sie die Élise, die ich kannte. „Wie ist das mit den ganzen schönen Menschen um dich rum, am Strand und so?“ „Zeig mal wen aus deiner Arbeit. Da, wer ist der da? Leon, was für ein Name. War scheiße im Bett? Glaub ich sofort. Die Deutschen sind eben unerotisch.“ Wir schweigen. Acht Jahre sind so viel und so gar nichts. Deutsche sind unerotisch. Hat sie das damals auch gedacht? Sie macht die Haare wieder zusammen. Élise, will ich sagen, lass sie offen, dann sind wir wieder 21. Sie sagt lange nichts. Und dann: „Weißt du noch, Apologize?“ Ich nicke. Wie könnte ich das auch nicht wissen. Der letzte Höhenflug, der letzte Abend am Meer, wir fingen schon nachmittags an, Wein zu trinken. Am nächsten Tag würde ich nach Wien fliegen und Élise würde ins Elsass trampen. Wir gingen tanzen und One Republic heulte It’s too late to apologize und der Italiener versuchte, mit ihr zu tanzen, nur mit ihr, und Élise war ganz ernst in ihrer Betrunkenheit und stieß ihn beiseite und sagte: Lass zu mir gehen, hier sind nur Arschgesichter. In ihrem kleinen Zimmer zog sie mir das peinliche Strandkleid aus und ich zerstörte fast ihr enges Top, als ich es ihr über den Kopf zog. Wir lachten und dann irgendwann war es leise. „Hast du es nie gehört im Radio bis letzte Woche?“ Sie trinkt einen Schluck von ihrem Kaffee und sieht mich an, ganz ohne Blinzeln. „Doch, schon. Aber ich wusste nicht, was das alles war mit uns, Marla, und du warst ja auch weit weg.“ „Wien ist nicht weit weg.“ „Ich meine nicht Wien.“ Ihr Zopf fällt wieder. Sie macht eine Bewegung Richtung Nacken, aber ich nehme ihre Hände, bevor sie alles zurechtrücken kann. „Lass mal.“ Sie lächelt und lässt die Haare genau da, wo sie waren. Und wir sitzen an unserem letzten Tag in Málaga in ihrem Zimmer. Und ich habe meine Unterhose falschherum an. Und die zerzauste Élise mit Akzent auf dem É hat eine leichte Fahne, als sie mich küsst.

Wartegedanken

Maria Marchgraber, 18, St.Ulrich

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Die Giraffe, die morgens immer am Kiosk Zigaretten kauft, die war gestern nicht da. Niemand hat sie gesucht, es ist wohl niemandem aufgefallen. Doch ich habe sie vermisst, weil ich morgens immer auf der Bank bei der Bushaltestelle gegenüber sitze. Ich wollte sie suchen, wusste aber nicht wo ich anfangen sollte. Ich wollte eine Vermisstenanzeige aufgeben, doch dann fiel mir ein, dass wir uns dazu wohl nicht nah genug standen. Der Tag verging nicht langsamer als sonst und auch nicht schneller, der Herzschlag meiner Armbanduhr blieb gleich. Unberührt vom Fehlen der Giraffe. Ob mein Herz wohl anders schlug? Es schlug während ich Akten sortierte, Telefongespräche führte und den Kaffeeautomaten verfluchte, der mein Geld zwar behielt, aber an Tauschgeschäften anscheinend kein Interesse hatte. Auch während ich zum Bäcker ging ließ es mich nicht im Stich, schlug stetig, so wie ich einen Fuß vor den anderen setzte, und auch wenn ich stillstand. Die Sitzung am Nachmittag ließ ich ausfallen, Kopfschmerzen, vollstes Verständnis meiner Kolleginnen und Kollegen, gut, dass die Chefin in der Karibik war. Ich machte früher Schluss, ließ den gelben Ordner offen auf meinem Schreibtisch liegen. Es würde sich niemand dafür interessieren. Ich saß beim Italiener bis viertel nach sechs, das Glas Rotwein nur bestellt um dem Flair gerecht zu werden. Rotwein hatte ich noch nie gemocht. Ob Giraffen wohl Rotwein mögen? Ich ging nach Hause und früh zu Bett, hatte überlegt ob ich Gabriele anrufen sollte, und bemerkt, dass ich ja doch nicht wusste was ich sagen sollte. Die grünen Ziffern des Weckers leuchteten dumpf, aber deutlich zu sehen in der Dunkelheit. Kein Ticken zu hören, kein Schlagen eines mechanischen Herzens, tonlos verwandelte sich eine Zahlin die Andere. Am nächsten Morgen saß ich auf der Bank bei der Bushaltestelle. Ich wartete. Als der Bus schließließ hielt, sah ich auf und erblickte am Kiosk gegenüber eine Giraffe, unsere Blicke trafen sich und sie nickte mir zu. Ich stieg in den Bus und fuhr zur Arbeit.

Der Neuanfang

Viktoria Jungwirt, 20, St.Valentin

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Das ist meine erste ‘‘ Boy + Boy ‘‘ Kurzgeschichte. Ich bin ein Mensch der Lieber alleine ist. Warum das so ist werdet ihr im Laufe der Geschichte erfahren. 1 Kapitel: Mobbing Kaito P.o.V: Ich will gerade meinen Weg zur Schule gehen als ich schon Tom und seine Gruppe sehe, welche direkt auf mich zukommt. „Kaito na du Opfer, wieder mal alleine?“- spricht Tom. „Du kannst ja nur alleine sein, denn du hast ja keine Freunde.“- spricht er weiter und ich senke meinen Kopf leicht. Daraufhin fangen seine Freunde an zu lachen. „Das war gut Tom!“, -spricht einer der anderen, doch ich habe keine Ahnung wie diese heißen, da ich nicht wirklich viel rede. „Ich weiß, Andre!“- gibt Tom selbstsicher von sich. Die zwei reden einfach so weiter und nun ist es wieder soweit, dass ich mental am Boden bin! Doch das reicht ihnen nicht, denn auch körperlich machen sie mich fertig. Dann kommt wieder so ein blöder Spruch von Tom: „Ach, da musst du ja nicht gleich weinen Kaito.“- meint Tom gespielt traurig. Danach fängt er wieder an zu lachen. Er spuckt mir diese Wörter quasi ins Gesicht. „Tzzzz, was wollt ihr heute wieder von mir?“- schrei ich sie an und schaue sie alle mit einem hasserfüllten Blick an Doch diese Frage hätte ich mir eigentlich sparen können, denn ich weiß ganz genau was er von mir will. „Das gleiche wie immer, dein Geld!“- knurrt Andre leicht wütend „Ich habe aber nichts!“- spreche ich mit Vorsicht aus, weil ich nicht weiß wie er reagiert. „Das sagst du immer, Kaito. Gib das Geld her oder es wird heute noch schlimmer!“- meint nun Tom angepisst. „Ich brauch es aber!“ - verteidige ich mich. Doch kurz danach schlage ich mir auch schon meine Hand auf den Mund. „Ah, dann hast du doch was! Also gib her!“ - spricht Tom weiter und packt mich leicht am Kragen. „Warum kann ich meinen Blöden Mund nicht halten?“- denke ich mir. „Nein!“ spreche ich mit festem Unterton. Das war wohl ein Fehler, denn er hat wieder diesen Blick voller Hass. Dann schreit er mich an und meint: „Was?! Du hast nein gesagt?“ Ich fange an zu Zittern und habe echt Angst weil jetzt weiß ich dass ich nicht ohne blauen Flecken aus dieser Situation kommen werde. Er nimmt mich bei den Haaren und schlägt mir direkt ins Gesicht. „Nein nicht schon wieder! Au, das tut weh! Aufhören! Bitte nicht mit dem Baseballschläger!“- flehe ich ihn an. „Tom hör auf! Wenn du ihn krankenhausreif schlägst bekommen wir morgen kein Geld!“ - spricht dieser komische Andre und Tom lässt von mir ab. „Du hast recht Andre, komm gehen wir.“- spricht Tom zu Ende. Ich liege zusammengekauert am Boden und halte mir meinen schmerzenden Körper. Als sie bei mir vorbei gehen spuckt mich noch ein jeder von ihnen an, manche treten sogar noch einmal auf mich ein. „Ich werde wirklich an jedem Tag bestraft“ denke ich mir. Nach weiteren sechs Minuten Strafe, da ich ihnen mein Geld nicht geben will, nehmen sie sich einfach das Geld aus meiner Tasche und treten wieder auf mich ein. Wenn mich jemand so sehen würde, dann würde dieser jemand denken, dass ich von einem Auto angefahren wurde weil ich so schlimm aussehe. Als ich auf meine Uhr schaue verfluche ich diese Jungs da ich viel zu spät drann bin für die Schule. „Scheiße ich komme zu spät in die Klasse. “ Ich hasse die Schule! Besser gesagt die Hölle auf Erden! Ich verstehe nicht, wie man fröhlich hierher kommen kann „Bitte entschuldigen Sie die Verspätung Herr Berger“- entschuldigte mich und setzte mich leise auf meinen Platz. Wie ich diese Schule, Herr Berger und diese Klasse verabscheue. „Das wird ins Klassenbuch eingetragen!“- schreit er mich an. Der Tag wird ja immer besser! „Wenn du noch- einmal fehlst oder zu spät kommst, dann kannst du das Schuljahr wiederholen. Ach ja, bevor ich es vergesse, ich brauche die Unterschrift für morgen fürs Museum“,- nachdem mein Lehrer fertig spricht, sieht er mich noch mahnend an. Ich jedoch nicke nur. „Jetzt tut er auch noch als ob er es so dringend braucht am liebsten wurde er sich freuen, wenn ich sie nicht mitgenommen hatte das wünsche ich mir auch,- denke ich voller Hass. „Einen Moment, . hier ist sie“,- spreche ich so freundlich wie möglich. Ich stehe auf und gebe sie ihm. Als ich mich dann hinsetze hörte ich schon das Lachen der Klasse und der Lehrer reagiert nicht. Ich frage mich, warum ich dem Lehrer so egal bin kann. Der Tag kann echt nicht besser werden. Als ich mich setze, merke ich warum die ganze Klasse lacht. Mein Tisch ist voll mit Kleber und meine Schulbücher sind alle kaputt, und auf meinem Sessel befindet sich noch mehr Kleber. Ich weiß nicht was ich machen soll, also rufe ich mal meinen Lehrer. „Herr Berger!“,- schreie ich nach vorne und er richtet seinen Blick auf mich. „Ja Kaito! Was ist los?“ „Es tut mir sehr leid Herr Berger, aber meine Sachen wurden kaputt gemacht und auf meinem Sessel ist Kleber“,- spreche ich leise aber trotzdem noch hörbar. Ich kann das Lachen der Klasse hören. „Aha und warum hast du dich dann gesetzt?“- gibt er mir gleichgültig zur Antwort. Ich kann es nicht fassen was er da gesagt hat. Aber was er dann aussprach bringt mich dazu, dass ich ein paar Tränen verliere. „Kannst du nicht antworten Kaito, oder wolltest du nur wieder Aufmerksamkeit?“- spricht er mit seinem monotonen Ton weiter. Auch sein Gesicht hat sich nicht verändert. Ich sehe ihn nur leicht sauer an und doch gebe ich ihm keine Antwort. Die ganze Klasse ist den restlichen Tag wieder-mal gemein zu mir aber irgendwann gewöhnt man sich daran, oder? In der Zwischenzeit bei seiner Mutter „Lena?“ fragt mich mein neuer Mann „Ja Erwin?“ antworte ich ihm und lächle dabei. „Willst du deinem Sohn wirklich nichts sagen das wir morgen heiraten?“ fragt er mich „Nein Lieber nicht. Erstens er wird nicht begeistert sein und zweitens er kommt in eine neu Schule zu deinen Söhnen und dazu in eine neue Stadt das ist besser so. Es soll doch eine Überraschung sein“ spricht Lena und lächelt ihn weiter an „Ja hast ja recht was du mir alles erzählt hast soll er wieder mal einen Neuanfang bekommen“ meint Erwin verständnisvoll „Ja hast recht Erwin. Kannst du das restliche machen ich muss langsam nach Hause wenn Kaito Heim kommt hat er sicher Hunger und wie ich denk wird er wieder so aussehen als hätte man ihn überfahren“ spricht Lena leicht traurig. „Das hört sich aber nicht gut an“ meint Erwin nur. „Ja ich weiß. Wir sehen und morgen Schatz“ spricht die Frau liebevoll. „Bis morgen Liebling“ verabschiedet sich nun auch Erwin von seiner geliebten Bei Kaito Ich geh gerade aus den Schulgebäude als ich Tom und Andre sehe. „Hey Kaito was hast du vor wo du hin gehest?“ fragt mich Tom und sieht dabei grinsend zu Andre „Lasst mich endlich durch ich will gehen“ keife ich die beiden an „Ja natürlich warum sollten wir dir auch in Weg stehen?“ fragt mich Tom belustigt. Ich will gerade gehen als Tom sagt „Andre jetzt!“ und nach diesen Worten falle ich auch schon hin da mir Andre einen kräftigen Stoß gegeben hat. „Das tut mir aber leid musst eben aufpassen wo du hin steigst dann fällst du auch nicht ihn“ lacht Tom. Als ich dann einen Lehrer sehe weiß ich das meine Hilfe kommt. „Was ist denn hier los“ fragt der Lehrer dessen Namen ich nicht weiß. „Nichts wir haben nichts gemacht er ist einfach nur gestolpert“ meinen die beiden im Chor. „Ja Herr Lehrer das stimmt“ meine ich nur damit ich nicht noch mehr Schläge kassiere. „Ach dann ist ja gut. Wir sehen uns morgen“ und somit verabschiedet sich auch schon der Erwachsene. „Tzzz hasst ja noch mal Glück gehabt“ meint Tom herablassend. Ich quetsche mich durch ihn durch und renne nach Hause. //Wie ich diese zwei hasse und diese Schule//denke ich mir nur. Als ich endlich zu Hause bin sperre ich auf und gehe gleich in mein Zimmer jedoch schreie ich noch ein „Mum ich bin wieder zuhause. „Hallo Liebling das Essen ist auch schon fertig komm und setzt dich nachdem du deine Sachen in das Zimmer gebracht hast“ spricht meine Mutter. „Ja Mama mach ich“ und somit gehe ich auch schon in das Zimmer um meine Sachen hoch zu bringen. Als wir beide anfangen zum Essen bricht eine unangenehme Stille aus die aber von meiner Mutter unterbrochen wird. „Kaito weißt du wenn du morgen nach Hause kommst? So wie du aus siehst spät oder?“ lacht meine Mutter traurig. „Ja kann sein Mum. Ich werde vor 15 Uhr nicht nachhause kommen“ erkläre ich ihr „Ich verstehe. Willst du mir erzählen. Was sie heute wieder gemacht haben“ fragt sie mich fürsorglich. Ich lieb ja meine Mum aber sie muss nicht alles wissen sonst geht es ihr wieder schlecht. „Das gleiche wie immer“ meine ich nur kurz. Das was in der Klasse war sag ich lieber nicht. „Ok verstehe Kaito. Ich geh noch weg“ klärt sie mich auf „Ja Mum viel Spaß“ nachdem diese Worte meinen Mund verlassen haben lächle ich sie leicht an. „Danke. Wir sehen uns dann am Morgen am Abend“ spricht sie weiter und steht auch schon auf. „Ja Mama bis morgen“ verabschiede ich mich von ihr und als ich dann höre wie sie die Türe schließt stelle ich mein Essen auch schon wieder weg. Ich gehe hoch in mein Zimmer und lege mich in mein Bett. //Ob ich es wieder machen soll?// frage ich mich in Gedanken jedoch habe ich nicht lange überlegt und hab schon von meiner Nachtisch die Klinge raus geholt. Ich betrachte die Klinge und dann meinen vernarbten Arm. Es sind neue wie aber auch alte Narben zu sehen. Ich lege langsam die Klinge an und ziehe sie dann über meine dünne Haut. Ich weiß es ist nicht gut aber so kann ich einfach mal den Schmerz des Tags vergessen. Als ich fertig bin beschließe ich das Duschen gehe dabei habe ich zugeschaut wie sich das Blut langsam von der Haut löst. Nachdem ich fertig bin mit Duschen verbinde ich noch schnell meine Wunde und gehe dann auch schon schlafen. 2 Kapitel: Museum Kaito P.o.V: „Atemlos durch die Nacht bis ein neuer Tag erwacht, Atemlos einfach“, singt mein Handy, doch ich schmeiße es achtlos gegen die Wand. „Ach halt deinen Mund, bin ja schon wach“, knurre ich leicht und richte mich auf. Ich quäle mich aus meinem warmen Bett raus. Mir tut alles weh! Tom und Andre haben es wiedermal übertrieben wie sie mich so zugerichtet haben. Am liebsten würde ich zuhause bleiben aber ich habe es versprochen dass ich gehe. Ich hab ehrlich gesagt Angst vor dem Tag heute. Ich weiß nicht was Tom und seine Gruppe wieder für Ideen haben. Aber jetzt mal zu einem anderen Thema, denn ich gehe mich jetzt mal fertig machen. Ich gehe jetzt Zähne putzen und in die warme Dusche und so weiter. Als ich dann mit allem fertig bin und in den Spiegel schaue bin ich geschockt! Ich schaue nicht gerade gesund aus! So wie ich aussehe, würde es mich nicht wundern das mich die Leute auslachen. Blaue Flecken an den Armen und Beinen, kein Fleisch am Körper oder sagen wir mal magersüchtig. Manchmal frage ich mich ob ich noch dünner geworden bin. Aber es würde mich nicht mehr wundern, ich sage auch immer das es mir „so-lala“ geht denn, mein Leben ist echt zum Kotzen. Ich traue mich nicht mal viel zu essen oder gar nichts zu essen weil ich mich sonst übergeben muss. Ich packe gerade meine Schultasche! Darin befindet sich nie was zum Essen, nur was zum Trinken und das ist nur Wasser. Als ich meine Trinkflasche einpacke gehe ich dann auch schon zur Schule. Ich brauch nicht mit dem Rad oder mit dem Bus zu fahren da meine Schule nicht so weit entfernt ist. Wenn ich jetzt mit dem Rad fahren würde, dann würde es wieder kaputt gemacht werden. Ich schließe gerade die Tür und gehe meinen kurzen Weg zur Schule los. Heute hab ich es mal geschafft ohne dass ich Tom und den anderen zu nahe komme. Nach fünf Minuten Gehzeit hab ich es zur Schule geschafft, ich sehe schon den Bus für das Museum. Da gehe ich doch gleich mal hin, damit ich nicht zu spät komme. „Guten Morgen Herr Berger“ meine ich abwesend. „Morgen Kaito. Du bist ja mal pünktlich“, meint er nur verachtend. Ich kann bei dem Satz nur meine Augen verdrehen. Als ob es meine Schuld ist, dass ich immer zu spät komme. „So jetzt sind alle hier, steigt dann alle mal ein“, meint Herr Berger gut gelaunt. Ich begrüße noch den Busfahrer beim Einsteigen und setze mich dann vorne beim Fenster hin. Ich habe keine Freunde in meiner Klasse oder in der Schule also sitze ich allein, somit hab ich meine Ruhe… oder auch nicht wie es sich rausstellt. Ich werde wieder einmal mit ein paar Spuck Kugeln vollgemacht und werde wieder immer wieder nach vorne geschubst. Nach der einstündigen Fahrt, das Museum, soweit weg ist werde ich endlich von den Beleidigungen erlöst. Ich steige gleich ganz schnell aus, damit keiner mehr in meine Nähe kommt. „Ihr werdet alle ein Team bilden.“ spricht Herr Berger. Als sich alle draußen versammelt haben. Ich hab schon ein flaues Bauchgefühl und das hat sich auch gleich bestätigt. „Tom, Andre und Kaito bilden ein Team.“ erklärt mein Lehrer. Alleine wie ich das schon höre wird mir schlecht. „Herr Berger, ich würde gerne alleine gehen!“ meine ich. „Nein Kaito, wes ist eine Partner aufgabe, also sei ein guter Schüler und geh mit den Zweien mit!“ spricht mein Lehrer nur dieses Mal ist er ein wenig netter zu mir. Mir wird immer schlechter als ich die zwei Kotzbeutel sehe wie sie lachen. Als Tom und Andre oder anders gesagt, Kotzbeutel, dann zu den Pinguinen gehen, werde ich bis dahin nur geschlagen und das geht so eine halbe Stunde weiter! Wollt ihr Wissen wer das alles aufschreiben darf? Ja! Genau, ich muss das machen weil den Zweien es zu viel Arbeit ist. Als ich zu Tom sehe macht er den Mund auf und jetzt will ich gerne zuschlagen. „Hey Blondie hast du alles mitgeschrieben“? lacht er „Ja sicher hab ich das gemacht“ meine ich nur unterwürfig. „Dann gib uns deinen Block aber schnell!“ knurrt mich Tom an „Aber den brauch ich noch!“ murmle ich leise- „Ist mir egal“- sagt er nur und zuckt mit den Schultern. Ich kann nicht anders als zu schreien. „Gib mir den zurück du solltest es selbst schreiben.“ Ok ich hab es gesagt. Ich sehe in Toms Augen keinen Hass aber ich kann es nicht sagen was ich sehe. „Ach wirst du jetzt auch noch vorlaut? Träum weiter dem bekommst du nicht mehr.“ Sagt er nur und hat komischerweise aber einen relativ ruhigen Unterton. „Aber-“ versuche ich zu sagen werde aber unterbrochen. „Nichts aber Kaito! Deine Notizen brauchen wir, damit wir eine Eins bekommen, also hau ab du N-i-c-h-t-s-n-u-t-z knurrt er mich an. „ Das hat er sogar buchstabiert. Respekt! Das er das kann habe ich echt nicht erwartet von Tom. Nachdem ich weg gehen will ruft auch schon der Lehrer. „Wir fahren jetzt zurück, meine Schüler, also steigt wieder ein und eins noch, heute gibt es keinen Unterricht mehr. Aber dafür müsst ihr einen Bericht schreiben über das was ihr alles gelernt habt! spricht er. Als ich dann wieder in den Bus einsteige, werde ich geschubst sodass ich direkt auf die Nase falle. Das ist für die Anderen so lustig, dass sie die ganze Stunde nur lachen. Als der Bus stehen bleibt steige ich schon so schnell wie möglich aus und gehe gleich nach Hause aber mein Glück ist nicht mit mir. denn als ich um die Ecke gehe warten schon Tom und seine Leute auf mich. Andre nimmt mich bei der Hand und zieht mich auf die Knie. „Was wollt ihr?“ frage ich leise. „Du schreibst uns jetzt den Bericht“ sagt er bestimmend „Was ist wenn nicht?“ frage ich ihn. „Dann wirst du heute nicht mehr nach Hause kommen!“- knurrt er mich an. Da ich nicht wieder irgendwo eingesperrt werden will, nehme ich meine Tasche und hole Stifte und Block heraus. Dann fange ich gleich an, den blöden Bericht zu schreiben. Als ich fertig bin gebe ich den Bericht ab. , Tom gibt den Bericht dann Andre und er liest sich den durch und sagt dann. „Der wird eine Eins!“-grinst er. „Ist doch klar Andre der kommt doch von unseren Nichtsnutz“- lacht Tom. „Und was machen wir mit dem jetzt?“ fragt Andre und sieht dabei Tom fragend an. „Andere, lass dir was einfallen.“ knurrt Tom „Achja und ich gehe jetzt heim ruft mich einfach an, wenn ihr fertig seid!“- meint Tom und geht. Doch es geht anders aus als erwartet. Ich denke eigentlich dass Andre nicht ganz so schlimm ist wie er tut, doch als er mich an den Haaren hochzieht merke ich schnell dass er genauso ist wie Tom. Ich spucke aus Reflex in sein Gesicht. Das ist der Zeitpunkt an dem ich weiß, das ich wirklich nicht sehr leicht nach Hause komme. Als sich Andre die Spucke vom Gesicht weg wischt, nimmt er sein Handy und ruft seinen Freund Smith an. Warum ich das weiß, denn wenn Andre sauer ist, dann ruft er ihn immer an. Wie sich herausstellt ist er in der Nähe und was er in der Hand hält lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Einen Schläger, nicht irgendeinen, nein, einen mit Nägeln. „Was gibt es Andre“ meint er grinsend. „Sie dir mal den kleinen Looser an, der hat es gewagt mir ins Gesicht zu spucken.“ klärt ihn Andre auf. „Aha der ist aber mutig, aber der hat gleich ziemlich Angst, darauf kannst du wetten.“ - grinst Smith. „Smith gönne dir dein Spaß!“ lacht Andre. Als er das sagt komme ich wieder zur Besinnung und will schon um Hilfe schreien. Der erste Schlag kommt. Ich kann nicht schrein, weil eine Hand meinen Mund zuhält. Ich liege jetzt schon seit zwanzig Minuten auf dem Boden. Die Jungs sind auch schon eine Zeit lang weg. Mithilfe der Mauer nebenan ziehe ich meinen verletzten Körper in die Höhe und versuche mich auf den Beinen zu halten um nach Hause zu kommen.

 

Sprichcodehäppchen

 

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