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Der Neuanfang

Viktoria Jungwirt, 20, St.Valentin

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Das ist meine erste ‘‘ Boy + Boy ‘‘ Kurzgeschichte. Ich bin ein Mensch der Lieber alleine ist. Warum das so ist werdet ihr im Laufe der Geschichte erfahren. 1 Kapitel: Mobbing Kaito P.o.V: Ich will gerade meinen Weg zur Schule gehen als ich schon Tom und seine Gruppe sehe, welche direkt auf mich zukommt. „Kaito na du Opfer, wieder mal alleine?“- spricht Tom. „Du kannst ja nur alleine sein, denn du hast ja keine Freunde.“- spricht er weiter und ich senke meinen Kopf leicht. Daraufhin fangen seine Freunde an zu lachen. „Das war gut Tom!“, -spricht einer der anderen, doch ich habe keine Ahnung wie diese heißen, da ich nicht wirklich viel rede. „Ich weiß, Andre!“- gibt Tom selbstsicher von sich. Die zwei reden einfach so weiter und nun ist es wieder soweit, dass ich mental am Boden bin! Doch das reicht ihnen nicht, denn auch körperlich machen sie mich fertig. Dann kommt wieder so ein blöder Spruch von Tom: „Ach, da musst du ja nicht gleich weinen Kaito.“- meint Tom gespielt traurig. Danach fängt er wieder an zu lachen. Er spuckt mir diese Wörter quasi ins Gesicht. „Tzzzz, was wollt ihr heute wieder von mir?“- schrei ich sie an und schaue sie alle mit einem hasserfüllten Blick an Doch diese Frage hätte ich mir eigentlich sparen können, denn ich weiß ganz genau was er von mir will. „Das gleiche wie immer, dein Geld!“- knurrt Andre leicht wütend „Ich habe aber nichts!“- spreche ich mit Vorsicht aus, weil ich nicht weiß wie er reagiert. „Das sagst du immer, Kaito. Gib das Geld her oder es wird heute noch schlimmer!“- meint nun Tom angepisst. „Ich brauch es aber!“ - verteidige ich mich. Doch kurz danach schlage ich mir auch schon meine Hand auf den Mund. „Ah, dann hast du doch was! Also gib her!“ - spricht Tom weiter und packt mich leicht am Kragen. „Warum kann ich meinen Blöden Mund nicht halten?“- denke ich mir. „Nein!“ spreche ich mit festem Unterton. Das war wohl ein Fehler, denn er hat wieder diesen Blick voller Hass. Dann schreit er mich an und meint: „Was?! Du hast nein gesagt?“ Ich fange an zu Zittern und habe echt Angst weil jetzt weiß ich dass ich nicht ohne blauen Flecken aus dieser Situation kommen werde. Er nimmt mich bei den Haaren und schlägt mir direkt ins Gesicht. „Nein nicht schon wieder! Au, das tut weh! Aufhören! Bitte nicht mit dem Baseballschläger!“- flehe ich ihn an. „Tom hör auf! Wenn du ihn krankenhausreif schlägst bekommen wir morgen kein Geld!“ - spricht dieser komische Andre und Tom lässt von mir ab. „Du hast recht Andre, komm gehen wir.“- spricht Tom zu Ende. Ich liege zusammengekauert am Boden und halte mir meinen schmerzenden Körper. Als sie bei mir vorbei gehen spuckt mich noch ein jeder von ihnen an, manche treten sogar noch einmal auf mich ein. „Ich werde wirklich an jedem Tag bestraft“ denke ich mir. Nach weiteren sechs Minuten Strafe, da ich ihnen mein Geld nicht geben will, nehmen sie sich einfach das Geld aus meiner Tasche und treten wieder auf mich ein. Wenn mich jemand so sehen würde, dann würde dieser jemand denken, dass ich von einem Auto angefahren wurde weil ich so schlimm aussehe. Als ich auf meine Uhr schaue verfluche ich diese Jungs da ich viel zu spät drann bin für die Schule. „Scheiße ich komme zu spät in die Klasse. “ Ich hasse die Schule! Besser gesagt die Hölle auf Erden! Ich verstehe nicht, wie man fröhlich hierher kommen kann „Bitte entschuldigen Sie die Verspätung Herr Berger“- entschuldigte mich und setzte mich leise auf meinen Platz. Wie ich diese Schule, Herr Berger und diese Klasse verabscheue. „Das wird ins Klassenbuch eingetragen!“- schreit er mich an. Der Tag wird ja immer besser! „Wenn du noch- einmal fehlst oder zu spät kommst, dann kannst du das Schuljahr wiederholen. Ach ja, bevor ich es vergesse, ich brauche die Unterschrift für morgen fürs Museum“,- nachdem mein Lehrer fertig spricht, sieht er mich noch mahnend an. Ich jedoch nicke nur. „Jetzt tut er auch noch als ob er es so dringend braucht am liebsten wurde er sich freuen, wenn ich sie nicht mitgenommen hatte das wünsche ich mir auch,- denke ich voller Hass. „Einen Moment, . hier ist sie“,- spreche ich so freundlich wie möglich. Ich stehe auf und gebe sie ihm. Als ich mich dann hinsetze hörte ich schon das Lachen der Klasse und der Lehrer reagiert nicht. Ich frage mich, warum ich dem Lehrer so egal bin kann. Der Tag kann echt nicht besser werden. Als ich mich setze, merke ich warum die ganze Klasse lacht. Mein Tisch ist voll mit Kleber und meine Schulbücher sind alle kaputt, und auf meinem Sessel befindet sich noch mehr Kleber. Ich weiß nicht was ich machen soll, also rufe ich mal meinen Lehrer. „Herr Berger!“,- schreie ich nach vorne und er richtet seinen Blick auf mich. „Ja Kaito! Was ist los?“ „Es tut mir sehr leid Herr Berger, aber meine Sachen wurden kaputt gemacht und auf meinem Sessel ist Kleber“,- spreche ich leise aber trotzdem noch hörbar. Ich kann das Lachen der Klasse hören. „Aha und warum hast du dich dann gesetzt?“- gibt er mir gleichgültig zur Antwort. Ich kann es nicht fassen was er da gesagt hat. Aber was er dann aussprach bringt mich dazu, dass ich ein paar Tränen verliere. „Kannst du nicht antworten Kaito, oder wolltest du nur wieder Aufmerksamkeit?“- spricht er mit seinem monotonen Ton weiter. Auch sein Gesicht hat sich nicht verändert. Ich sehe ihn nur leicht sauer an und doch gebe ich ihm keine Antwort. Die ganze Klasse ist den restlichen Tag wieder-mal gemein zu mir aber irgendwann gewöhnt man sich daran, oder? In der Zwischenzeit bei seiner Mutter „Lena?“ fragt mich mein neuer Mann „Ja Erwin?“ antworte ich ihm und lächle dabei. „Willst du deinem Sohn wirklich nichts sagen das wir morgen heiraten?“ fragt er mich „Nein Lieber nicht. Erstens er wird nicht begeistert sein und zweitens er kommt in eine neu Schule zu deinen Söhnen und dazu in eine neue Stadt das ist besser so. Es soll doch eine Überraschung sein“ spricht Lena und lächelt ihn weiter an „Ja hast ja recht was du mir alles erzählt hast soll er wieder mal einen Neuanfang bekommen“ meint Erwin verständnisvoll „Ja hast recht Erwin. Kannst du das restliche machen ich muss langsam nach Hause wenn Kaito Heim kommt hat er sicher Hunger und wie ich denk wird er wieder so aussehen als hätte man ihn überfahren“ spricht Lena leicht traurig. „Das hört sich aber nicht gut an“ meint Erwin nur. „Ja ich weiß. Wir sehen und morgen Schatz“ spricht die Frau liebevoll. „Bis morgen Liebling“ verabschiedet sich nun auch Erwin von seiner geliebten Bei Kaito Ich geh gerade aus den Schulgebäude als ich Tom und Andre sehe. „Hey Kaito was hast du vor wo du hin gehest?“ fragt mich Tom und sieht dabei grinsend zu Andre „Lasst mich endlich durch ich will gehen“ keife ich die beiden an „Ja natürlich warum sollten wir dir auch in Weg stehen?“ fragt mich Tom belustigt. Ich will gerade gehen als Tom sagt „Andre jetzt!“ und nach diesen Worten falle ich auch schon hin da mir Andre einen kräftigen Stoß gegeben hat. „Das tut mir aber leid musst eben aufpassen wo du hin steigst dann fällst du auch nicht ihn“ lacht Tom. Als ich dann einen Lehrer sehe weiß ich das meine Hilfe kommt. „Was ist denn hier los“ fragt der Lehrer dessen Namen ich nicht weiß. „Nichts wir haben nichts gemacht er ist einfach nur gestolpert“ meinen die beiden im Chor. „Ja Herr Lehrer das stimmt“ meine ich nur damit ich nicht noch mehr Schläge kassiere. „Ach dann ist ja gut. Wir sehen uns morgen“ und somit verabschiedet sich auch schon der Erwachsene. „Tzzz hasst ja noch mal Glück gehabt“ meint Tom herablassend. Ich quetsche mich durch ihn durch und renne nach Hause. //Wie ich diese zwei hasse und diese Schule//denke ich mir nur. Als ich endlich zu Hause bin sperre ich auf und gehe gleich in mein Zimmer jedoch schreie ich noch ein „Mum ich bin wieder zuhause. „Hallo Liebling das Essen ist auch schon fertig komm und setzt dich nachdem du deine Sachen in das Zimmer gebracht hast“ spricht meine Mutter. „Ja Mama mach ich“ und somit gehe ich auch schon in das Zimmer um meine Sachen hoch zu bringen. Als wir beide anfangen zum Essen bricht eine unangenehme Stille aus die aber von meiner Mutter unterbrochen wird. „Kaito weißt du wenn du morgen nach Hause kommst? So wie du aus siehst spät oder?“ lacht meine Mutter traurig. „Ja kann sein Mum. Ich werde vor 15 Uhr nicht nachhause kommen“ erkläre ich ihr „Ich verstehe. Willst du mir erzählen. Was sie heute wieder gemacht haben“ fragt sie mich fürsorglich. Ich lieb ja meine Mum aber sie muss nicht alles wissen sonst geht es ihr wieder schlecht. „Das gleiche wie immer“ meine ich nur kurz. Das was in der Klasse war sag ich lieber nicht. „Ok verstehe Kaito. Ich geh noch weg“ klärt sie mich auf „Ja Mum viel Spaß“ nachdem diese Worte meinen Mund verlassen haben lächle ich sie leicht an. „Danke. Wir sehen uns dann am Morgen am Abend“ spricht sie weiter und steht auch schon auf. „Ja Mama bis morgen“ verabschiede ich mich von ihr und als ich dann höre wie sie die Türe schließt stelle ich mein Essen auch schon wieder weg. Ich gehe hoch in mein Zimmer und lege mich in mein Bett. //Ob ich es wieder machen soll?// frage ich mich in Gedanken jedoch habe ich nicht lange überlegt und hab schon von meiner Nachtisch die Klinge raus geholt. Ich betrachte die Klinge und dann meinen vernarbten Arm. Es sind neue wie aber auch alte Narben zu sehen. Ich lege langsam die Klinge an und ziehe sie dann über meine dünne Haut. Ich weiß es ist nicht gut aber so kann ich einfach mal den Schmerz des Tags vergessen. Als ich fertig bin beschließe ich das Duschen gehe dabei habe ich zugeschaut wie sich das Blut langsam von der Haut löst. Nachdem ich fertig bin mit Duschen verbinde ich noch schnell meine Wunde und gehe dann auch schon schlafen. 2 Kapitel: Museum Kaito P.o.V: „Atemlos durch die Nacht bis ein neuer Tag erwacht, Atemlos einfach“, singt mein Handy, doch ich schmeiße es achtlos gegen die Wand. „Ach halt deinen Mund, bin ja schon wach“, knurre ich leicht und richte mich auf. Ich quäle mich aus meinem warmen Bett raus. Mir tut alles weh! Tom und Andre haben es wiedermal übertrieben wie sie mich so zugerichtet haben. Am liebsten würde ich zuhause bleiben aber ich habe es versprochen dass ich gehe. Ich hab ehrlich gesagt Angst vor dem Tag heute. Ich weiß nicht was Tom und seine Gruppe wieder für Ideen haben. Aber jetzt mal zu einem anderen Thema, denn ich gehe mich jetzt mal fertig machen. Ich gehe jetzt Zähne putzen und in die warme Dusche und so weiter. Als ich dann mit allem fertig bin und in den Spiegel schaue bin ich geschockt! Ich schaue nicht gerade gesund aus! So wie ich aussehe, würde es mich nicht wundern das mich die Leute auslachen. Blaue Flecken an den Armen und Beinen, kein Fleisch am Körper oder sagen wir mal magersüchtig. Manchmal frage ich mich ob ich noch dünner geworden bin. Aber es würde mich nicht mehr wundern, ich sage auch immer das es mir „so-lala“ geht denn, mein Leben ist echt zum Kotzen. Ich traue mich nicht mal viel zu essen oder gar nichts zu essen weil ich mich sonst übergeben muss. Ich packe gerade meine Schultasche! Darin befindet sich nie was zum Essen, nur was zum Trinken und das ist nur Wasser. Als ich meine Trinkflasche einpacke gehe ich dann auch schon zur Schule. Ich brauch nicht mit dem Rad oder mit dem Bus zu fahren da meine Schule nicht so weit entfernt ist. Wenn ich jetzt mit dem Rad fahren würde, dann würde es wieder kaputt gemacht werden. Ich schließe gerade die Tür und gehe meinen kurzen Weg zur Schule los. Heute hab ich es mal geschafft ohne dass ich Tom und den anderen zu nahe komme. Nach fünf Minuten Gehzeit hab ich es zur Schule geschafft, ich sehe schon den Bus für das Museum. Da gehe ich doch gleich mal hin, damit ich nicht zu spät komme. „Guten Morgen Herr Berger“ meine ich abwesend. „Morgen Kaito. Du bist ja mal pünktlich“, meint er nur verachtend. Ich kann bei dem Satz nur meine Augen verdrehen. Als ob es meine Schuld ist, dass ich immer zu spät komme. „So jetzt sind alle hier, steigt dann alle mal ein“, meint Herr Berger gut gelaunt. Ich begrüße noch den Busfahrer beim Einsteigen und setze mich dann vorne beim Fenster hin. Ich habe keine Freunde in meiner Klasse oder in der Schule also sitze ich allein, somit hab ich meine Ruhe… oder auch nicht wie es sich rausstellt. Ich werde wieder einmal mit ein paar Spuck Kugeln vollgemacht und werde wieder immer wieder nach vorne geschubst. Nach der einstündigen Fahrt, das Museum, soweit weg ist werde ich endlich von den Beleidigungen erlöst. Ich steige gleich ganz schnell aus, damit keiner mehr in meine Nähe kommt. „Ihr werdet alle ein Team bilden.“ spricht Herr Berger. Als sich alle draußen versammelt haben. Ich hab schon ein flaues Bauchgefühl und das hat sich auch gleich bestätigt. „Tom, Andre und Kaito bilden ein Team.“ erklärt mein Lehrer. Alleine wie ich das schon höre wird mir schlecht. „Herr Berger, ich würde gerne alleine gehen!“ meine ich. „Nein Kaito, wes ist eine Partner aufgabe, also sei ein guter Schüler und geh mit den Zweien mit!“ spricht mein Lehrer nur dieses Mal ist er ein wenig netter zu mir. Mir wird immer schlechter als ich die zwei Kotzbeutel sehe wie sie lachen. Als Tom und Andre oder anders gesagt, Kotzbeutel, dann zu den Pinguinen gehen, werde ich bis dahin nur geschlagen und das geht so eine halbe Stunde weiter! Wollt ihr Wissen wer das alles aufschreiben darf? Ja! Genau, ich muss das machen weil den Zweien es zu viel Arbeit ist. Als ich zu Tom sehe macht er den Mund auf und jetzt will ich gerne zuschlagen. „Hey Blondie hast du alles mitgeschrieben“? lacht er „Ja sicher hab ich das gemacht“ meine ich nur unterwürfig. „Dann gib uns deinen Block aber schnell!“ knurrt mich Tom an „Aber den brauch ich noch!“ murmle ich leise- „Ist mir egal“- sagt er nur und zuckt mit den Schultern. Ich kann nicht anders als zu schreien. „Gib mir den zurück du solltest es selbst schreiben.“ Ok ich hab es gesagt. Ich sehe in Toms Augen keinen Hass aber ich kann es nicht sagen was ich sehe. „Ach wirst du jetzt auch noch vorlaut? Träum weiter dem bekommst du nicht mehr.“ Sagt er nur und hat komischerweise aber einen relativ ruhigen Unterton. „Aber-“ versuche ich zu sagen werde aber unterbrochen. „Nichts aber Kaito! Deine Notizen brauchen wir, damit wir eine Eins bekommen, also hau ab du N-i-c-h-t-s-n-u-t-z knurrt er mich an. „ Das hat er sogar buchstabiert. Respekt! Das er das kann habe ich echt nicht erwartet von Tom. Nachdem ich weg gehen will ruft auch schon der Lehrer. „Wir fahren jetzt zurück, meine Schüler, also steigt wieder ein und eins noch, heute gibt es keinen Unterricht mehr. Aber dafür müsst ihr einen Bericht schreiben über das was ihr alles gelernt habt! spricht er. Als ich dann wieder in den Bus einsteige, werde ich geschubst sodass ich direkt auf die Nase falle. Das ist für die Anderen so lustig, dass sie die ganze Stunde nur lachen. Als der Bus stehen bleibt steige ich schon so schnell wie möglich aus und gehe gleich nach Hause aber mein Glück ist nicht mit mir. denn als ich um die Ecke gehe warten schon Tom und seine Leute auf mich. Andre nimmt mich bei der Hand und zieht mich auf die Knie. „Was wollt ihr?“ frage ich leise. „Du schreibst uns jetzt den Bericht“ sagt er bestimmend „Was ist wenn nicht?“ frage ich ihn. „Dann wirst du heute nicht mehr nach Hause kommen!“- knurrt er mich an. Da ich nicht wieder irgendwo eingesperrt werden will, nehme ich meine Tasche und hole Stifte und Block heraus. Dann fange ich gleich an, den blöden Bericht zu schreiben. Als ich fertig bin gebe ich den Bericht ab. , Tom gibt den Bericht dann Andre und er liest sich den durch und sagt dann. „Der wird eine Eins!“-grinst er. „Ist doch klar Andre der kommt doch von unseren Nichtsnutz“- lacht Tom. „Und was machen wir mit dem jetzt?“ fragt Andre und sieht dabei Tom fragend an. „Andere, lass dir was einfallen.“ knurrt Tom „Achja und ich gehe jetzt heim ruft mich einfach an, wenn ihr fertig seid!“- meint Tom und geht. Doch es geht anders aus als erwartet. Ich denke eigentlich dass Andre nicht ganz so schlimm ist wie er tut, doch als er mich an den Haaren hochzieht merke ich schnell dass er genauso ist wie Tom. Ich spucke aus Reflex in sein Gesicht. Das ist der Zeitpunkt an dem ich weiß, das ich wirklich nicht sehr leicht nach Hause komme. Als sich Andre die Spucke vom Gesicht weg wischt, nimmt er sein Handy und ruft seinen Freund Smith an. Warum ich das weiß, denn wenn Andre sauer ist, dann ruft er ihn immer an. Wie sich herausstellt ist er in der Nähe und was er in der Hand hält lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Einen Schläger, nicht irgendeinen, nein, einen mit Nägeln. „Was gibt es Andre“ meint er grinsend. „Sie dir mal den kleinen Looser an, der hat es gewagt mir ins Gesicht zu spucken.“ klärt ihn Andre auf. „Aha der ist aber mutig, aber der hat gleich ziemlich Angst, darauf kannst du wetten.“ - grinst Smith. „Smith gönne dir dein Spaß!“ lacht Andre. Als er das sagt komme ich wieder zur Besinnung und will schon um Hilfe schreien. Der erste Schlag kommt. Ich kann nicht schrein, weil eine Hand meinen Mund zuhält. Ich liege jetzt schon seit zwanzig Minuten auf dem Boden. Die Jungs sind auch schon eine Zeit lang weg. Mithilfe der Mauer nebenan ziehe ich meinen verletzten Körper in die Höhe und versuche mich auf den Beinen zu halten um nach Hause zu kommen.

selbstbedienungsanleitung

Hannah Fink, 19, Graz

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und wer sind sie kenne ich doch. nicht wahr sie kommen öfters her scheinbarfuß bin ich unterwegs. denn die schlapfen sind fortgegangen mit dem hund nein heute noch nicht. und am nachmittag hatte ich noch gar keinen kaffee stell ich sofort auffallen tut ihnen aber auch alles liebe zum muttertag steht da. genau so ist es wurde zu papier gebracht vom lieben sohn. sie haben ja scharfe augen wie ein luchs. ganz reizend meine kinder sehen sie sind hier am meer. der kaffee jetzt mach ich aber wirklich einen hübschen schal haben sie übrigens. manchmal ist es nicht so leicht das sich erinnern können sie das bitte wiederholen sie bitte die heferl aus dem schrank heraus. reden sie weiter nur noch einen kleinen momentaufnahmen sie sagen es bestehtdaraus die welt. sehr philosophisch gesagt ihnen kant etwas. für mich ist es manchmal schwierig mich in diesem zeitalter zurechtzufinden sie nicht auch. es hat sich einiges ingrundlegender weise verändert. mir kommt vorgestern beim spaziergang war es recht stark spürbar. es ist mir wieder aufgefallen sie nicht über den teppich. das hatte ich gar nicht gesehen sie bitte über die unordnung hinweg. hier wird gerade einiges renoviert. mit milch oder zucker oder vielleicht schlagobers hab ich bin mir nur unsicher wo. wo ist dieanleitung zur montage oderwie heißt das ist ja nicht möglicherweise hab ich dieanleitung für das neu gekaufte ding verloren stehen sie da schauen sie können denstuhl da nehmen. setzen sie sich doch nicht das schlagoberswar leider schonaufgebraucht. ich hab den zeitungsbericht ausgeschnitten könnte ich ihnen anbieten zum kaffee. falls sie mögen sie gern süßes. wie gemütlich haben es wir tun es uns schon gut gehen lassen sie mich bitte los. wir kennen einander doch kaum. würden sie mir freundlicherweise mitteilen an welchem ort wir uns befinden sie alles was sie brauchenihre hand nicht bei mir zu deponieren. das ist mir an nähe dochzu viel gibt es in nächster zeit zu tun. backen wir doch gemeinsam einen kuchen backen ist angesagt. denn morgen feiern wir doch geburtstagtäglich tauchen hier einige mäuse in der speisekammer aufregen nein ich doch nicht wahr bei mir gibt es ansonsten neuigkeiten betreffend nicht so viel zu viel regnet es hier. highlights nennen das die jungen denk ich hab das wort von ihnen gelernt. das beinhaltet alles was uns überragend und erzählenswert vorkommt da jemand. mir scheint ich habe ein geräusch vernommen. wie dem auch sei solche Glanzstückegibt es bei mir nicht. jetzt würde ich gern gehen sie bitte ein wenig zur seite. sonst pass ich nicht bei der tür durch das viele gehen bin ich fortlaufend müde. es ist sehr anstrengend. so ein unsinnlos sie gefragt zu haben sie gehört sich wahrlich nicht sie mit dem mehlspeisenbacken zu belasten. den kuchen mach ich daheim dann selbstbedienungsanleitung von ikea hier ist sie war unterm schuhkastl. wohin ich geh nach hause will ich versteh nicht rechtzeitig um vier uhr sollt ich beim gatten daheimsein. wie da bin ich bereits sagen sie wissen nicht was sie erzählen sie bitte keineschwindeleien glaub ich prinzipiell eher nicht immer hab ich jedoch für sowas ein gespür. nein mir scheint eine verwechslung liegt da vorwärts immer weitergehen sie mit zur haustür da kontrollieren wir dann das namensschild. klingeln sie lieber nicht immer istdie nachbarin umdiese zeit in guter verfassung. die hat oft nachtdienstlich sind sie aber momentan nicht im einsatz nicht wahr. dass wollte ich nur noch wissen sie es ist sehr nett dass sie sich um mich sorgen sie sich nicht. Jetzt bin ich mir zum glück sicherheitshalber haben wir ja nachgeschaut. na dann bis bald werden die tage auch wieder länger.

Durch Sauerstoffmasken atmen

Annie Tscharnuter, 22, Wien

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Sei kein Fisch, sagt Nesli. Aber Amira ist längst einer. Sie sitzen am Fluss. Ob es in dem Fluss Fische gäbe, fragt Amira. Bestimmt, sagt Nesli, es ist ein Fluss wie jeder andere. Auf der Brusttasche von Amiras T-Shirt steht eingestickt: Mermaids don’t do homeworks. Nesli packt Amira am Arm, rüttelt daran, als müsste sie Amira aufwecken. Aber Amira schläft nicht, in ihr wächst nur eine Taubheit. Erst verschiebst du das Treffen, jetzt sagst du nichts, sagt Nesli. Amira sieht ihr ins Gesicht. Nesli versteckt ihre Augen hinter einer Sonnenbrille, ihre Haare unter einem Hidschab. Sie verschränkt die Arme vor der Brust, sieht nach vorne, auf den Fluss, die Einfamilienhäuser auf der anderen Seite oder auf den Berg in der Ferne oder auf etwas ganz anderes. Was hast du denn heute früh so Dringendes gemacht? Amira öffnet den Mund, schließt ihn wieder. Es liegt am Herz, sagt sie schließlich, weil das nicht gelogen ist. Am Herz also, sagt Nesli, der Typ aus deinem Studium? - Mirko, sagt Amira. Nesli lacht. Nesli beginnt am offenen Herzen zu operieren. Amira sieht ihr dabei zu. Und dabei denkt sie an die leere Wohnung. Sie ist kühl und dunkel. Amira hat darauf gewartet, dass jemand etwas sagt, Tschüss sagt, aber es blieb still. Sie hat auch nichts gesagt, hat nur die Tür hinter sich zugezogen, es hat gehallt im Treppenhaus. So oft hat sich Amira an dieser Tür bereits verabschiedet. Amira erkennt im Halbdunkel des Vorraumes die Schuhe der Mutter, schwarz, das Kunstleder rissig, an Stellen aufgeplatzt. Es sind praktische Schuhe. Amira hält den Atem an,versucht leise zum Wohnzimmer zu gehen, und weiß nicht einmal warum. In dem dämmrigen Wohnzimmer sitzt auf dem Sofa die Mutter. Amira sieht auf ihren Hinterkopf, die grauen kurzen Haare, Amira atmet durch. Die Mutter hat die Beine hochgelegt, die alte Wolldecke, noch von damals, aus Serbien, wie die Mutter manchmal erwähnt, über den Beinen. Die Mutter liest. Du machst dir doch so die Augen kaputt, mach doch wenigstens die kleine Lampe an, sagt Amira und wundert sich, wie streng sie ist. Die kleine Lampe, die neben dem Sofa am Boden steht und eigentlich Schreibtischlampe ist. Der Hals ganz durchgestreckt, der Kopf zur Decke gedreht, wie eine Blume zur Sonne, wie ein Genickbruch, das Auge milchig; das ist die Glühbirne. Die Mutter dreht den Kopf, lächelt breit und wirkt trotzdem müde. Die Arme streckt sie von ihrem Körper und sagt Komm her, lass dich drücken, ich bin zurück. Amira kniet sich auf den Boden, legt den Kopf auf den Schoß der Mutter. Die Bluse hat die Mutter nicht ausgezogen, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen worden ist, der Stoff riecht immer noch danach. Als wäre sie fünf, so fühlt Amira sich, während ihr die alten Hände der Mutter das Haar streicheln. Was liest du da?, fragt Amira und greift nach dem Buch, das vom Schoß der Mutter gerutscht ist, aber zu groß ist, um in der Spalte zwischen Sofarücken und Sitzkissen zu verschwinden. Vom Teilchen bis zum Pilz. Jetzt steht Amira auf, um das Licht einzuschalten. An der Decke hängt bloß eine nackte Glühbirne, der Schirm ist vor ein paar Wochen eines Morgens am Boden gelegen, abgefallen, so wie Haare vom Kopf, auf dem Kopfkissen liegen bleiben, auf dem Boden, sich um die Borste einer Bürste wickeln. Amira hat Angst gehabt, ihre Mutter würde aus dem Krankenhaus mit einem kahlen Kopf zurückkommen. Sie hat den Vater angerufen und ihn gefragt, ob er kommen könne, weil die Glühbirne nun nackt sei, ob er das wieder richten könne. Und er hat ja gesagt, aber nicht gesagt wann. Amira sitzt auf einem Stuhl auf Mirkos Balkon. Ihre nackten Füße zwischen den Stäben des Geländers, der weiße Lack stellenweise abgesprungen, darunter das kühle Metall. Mirko tritt auf den Balkon und legt eine Schale Weintrauben in Amiras Schoß. Amira hat ihre Haare hochgesteckt, aber ein paar dünne Strähnen sind aus dem Knäuel gerutscht und in den Nacken gefallen. Mirko pustet ihr in den Nacken. Lass das! - Ich lese jetzt übrigens Platon, sagt Mirko. Dann geht er wieder. Blick auf die Hinterhöfe. Mülltonnen auf Asphalt, Taubendreck. Auf einem der schmalen Balkone steht ein Wäscheständer mit Wäsche. Mirko stellt einen weiteren Stuhl auf den Balkon, für mehr ist nicht Platz. Er setzt sich neben Amira, er baut sich einen Joint. In der Schule habe er sich noch gedacht, wozu das alles, erst im Studium habe er gemerkt, wozu das alles. Er sei spät aufgewacht. Man ändert sich, sagt Amira nach einer Weile. Ja, sagt Mirko, du zum Beispiel bist wie Cinderella in letzter Zeit, musst immer weg und sagst nicht wohin. Es klingelt an der Wohnungstür. Die Mutter auf dem Sofa ächzt. Ich gehe schon, sagt Amira hastig. Es ist Nesli. Was ist los mit dir?, fragt sie Amira. Ich mache mir Sorgen um dich! Es ist nicht Mirko, wenn es das Herz ist, was ist es dann? Amira steht im Türspalt. Sie sieht die Sorge in Neslis Gesicht. Amira denkt daran, als sie am Fluss gesessen sind. Man sagt, dass Flusswasser kalt sei. Kälte ist zuerst kalt und betäubt dann, so viel weiß Amira. Woher weiß Amira so viel? Na, die Fische werden in den Läden auf Eis präsentiert, die Krebse. Der Krebs. Der Krebs der Mutter. Hör, Nesli, die Mutter züchtete sich einen Krebs, groß und fett. Jetzt isst er sie. Amira kann es nicht sagen, sie bleibt stumm. Die Nase und der Mund von Amiras Mutter liegen hinter einer Sauerstoffmaske, die fest an ihren Kopf gebunden ist. Bei jedem Atemzug hebt und senkt sich ihre Brust, beschlägt das Plastik. Die Mutter drückt Nesli eine noch verpackte Sauerstoffmaske in die Hand und haucht gegen den Kunststoff: Nimm die, das nächste Mal wenn du hinausgehst! Und dass die Menschen verantwortlich seien, dass die Luft krank mache. Die Mutter sagt, dass Tschernobyl Schuld sei. Dabei tippt sie sich an die Brust. Sie sagt: Tschernobyl ist Schuld daran, dass Dinge wachsen, ohne Kontrolle, wachsen und kaputt gehen. Sie hört nicht auf, ihre Finger durch den Blusenstoff in ihr Fleisch zu stechen. Ob sie nie etwas gespürt hätte, hatte sie der Arzt gefragt, etwas, das da sei, aber nicht da sein sollte. Aber sie hatte nie etwas gespürt. Sie hat ihre Hände nach der Arbeit nicht mehr gespürt, ihre Füße auch nicht. Amiras Mutter atmet schwer in den transparenten Plastikschnabel. Amira ärgert sich, dass ihre Mutter so schwer atmet - Mach es nicht schlimmer, als es ist, will sie sagen, aber sie schweigt. Und ihre Mutter lacht in die Maske hinein, Tröpfchen auf Plastik. Auch aus Angst vor Tschernobyl sei sie damals weg aus Serbien, aber jetzt habe sie sich gedacht, habe es sie eingeholt, vielleicht sei alles umsonst gewesen. Aber dann dreht sich die Mutter zu Amira und drückt Amiras Kopf zu sich an die Brust und sagt: Aber natürlich war es das nicht. Es tut mir leid, ich wusste nicht, sagt Nesli. Ich kann dir sagen, was ich die ganze Zeit gemacht habe, sagt Amira. Nachdem man durchsichtige Kabel um ihren Körper verlegt hat und ihr eine Nadel in die Ellenbeuge gestochen hat, bin ich zu der Firma gegangen, bei der sie gearbeitet hat. Ich habe gesagt, ich würde gerne den Platz meiner Mutter einnehmen. Man hat mich nicht gefragt, ob ich putzen könne, man hat nur mit den Schultern gezuckt und mir gesagt, ich könne Montag anfangen. Dann sagt Amira noch: Es muss dir nicht leidtun. Nesli hat ihr nie gesagt warum sie letztes Semester von einem Tag auf den anderen einen Hidschab zu tragen begonnen hat. Amira ist immer froh, wenn sie die Hitze der Stadt beim Betreten des Hauses hinter sich lässt. Im Wohnzimmer sitzt die Mutter auf dem Sofa, sie hat sich die Bluse ausgezogen, sie hat knisternde Aluminium-Folie um ihren Oberkörper drapiert, ihre Haut schaut an manchen Stellen nackt hervor. Die Mutter sagt: Sie haben mir einen Termin gemacht. Findest du es nicht auch lustig, dass die einen Strahlen mich krank und die anderen Strahlen mich gesund machen? Die Mutter lacht. Amira sieht zum Fenster. In dieser Richtung, hinter den Wohnblöcken, fließt der Fluss. Sie sieht das Telefon auf dem Fensterbrett liegen. Sie geht hin, nimmt es. Ihre Mutter auf dem Sofa raschelt. Amira hält das Telefon in der Hand und überlegt. Sie könnte ihren Vater anrufen und ihn fragen, ob er das richten könne, aber was könne man denn noch richten.

 

Sprichcodehäppchen

 

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